(C) Motorsportclub Münster e.V.    Postfach 5527    48030 Münster Herzlich Willkommen auf unserer Webseite MOTORRÄDER   Erinnerung an die Gründungszeit 1953 - die Gründung Immer wieder, wenn in diesen Tagen Motorsportfreunde und langjährige MSC-Mitglieder zusammenkommen, dann erinnern sie sich. Ob an bessere Zeiten? Wer will es beurteilen? Zumindest aber schauen sie gern in die Vergangenheit, egal, ob fünf, zehn oder zwanzig Jahre. Gleich fünfundzwanzig Jahre zurück blickt Günther Appelt, Aktiver von Beginn und Mitbegründer des Clubs. Als er 1951 mit dem Motorradsport begann, bedeutete dies, einen völligen Neuanfang zu wagen; denn der Krieg und die belastenden Nachkriegsjahre hatten wenig Raum für sportliche Interessen gelassen und schon gar nicht für einen Sport, der wesentlich an eine höherentwickelte Maschine gekoppelt ist. Die münsterische Tradition des Motorsports, vor dem Krieg geprägt von Hänschen Brinkmann. von Steinweg und Oskar Trelle. dem leider tödlich verunglückten, war untergegangen. Es gehörte schon etwas Mut dazu, Motorsport zu betreiben, denn nach dem Besatzungsstatut der englischen, französischen und amerikanischen Regierungen vom Mai 1949 war so gut wie alles verboten Wir durften damals nicht einmal Kugellager herstellen, und man erlaubte uns den Bau von nur 10.000 Motorrädern im Jahr. Wir durften laut Verordnung der Militärregierung keine Vereine gründen, und es gab keine Zusammenschlüsse in der heutigen Form, keinen ADAC keinen AvD, und keinen Deutschen-Motorsport- Verband. Dieses Statut wurde erst 1951 gemildert und 1955 ganz aufgehoben. Zunächst konnte Günther Appelt sein sportliches Hobby nicht in einem Kreis fest verbundener Gleichgesinnter abstützen, sondern musste die Beharrlichkeit eines Einzelgängers entwickeln, der sein Engagement allein aus sich bezieht. Es verwundert daher nicht, dass er dem MSC Münster über wechselvolle Jahre noch heute treu verbunden ist. Um die Jahreswende 1952/53, der wirtschaftliche Aufschwung und die beginnende Motorisierung wurden deutlicher, nahm Günther Appelt Kontakt auf zum Motorsportclub Battenberg e.Y. DMV, der bereits Rennen veranstaltete, um einen Vereinsbeitritt und die Gründung einer "Sektion Münster des MSC Battenberg" mit Heinz Schmees zu erörtern. Der Antwortbrief vom 30.01.1953 ist das erste Dokument des MSC Münster. Es vergingen noch einige Monate, bis sich am 14. Oktober 1953, um 20.00 Uhr in der Gaststätte ,.zur Lindenwirtin" an der Engelstraße in Münster etwa 12 interessierte Münsteraner auf die Gründung des MOTORSPORTCLUB MÜNSTER einigten; unter ihnen Heinz Stegemann. August Röwekamp, Hans Appelt, Hans Schleusner, Hermann Plümer. Hans Nobel, Josef Merkler, Bernhard Liemann, [osef Elverich, Carl A.H. Tönjes und selbstverständlich Günther Appelt. Manche von ihnen gehörten bald im engeren Kreis zur "Renngemeinschaft Blauer D-Zug", wie man die Motorradfans draußen am Kappenberger Damm nannte, ein geflügeltes Wort, das sich von der vor dem Krieg blauen Häuserzeile am Anfang des Kappenberger Damms herleitete. Dort war die Keimzelle des Motorsportclub Münster, dort wurde an Maschinen gewerkelt, dort wurden die Träume sportlicher Zukunft geträumt, aus denen die Wirklichkeit des MSC Münster herauswuchs. Der organisatorische Aufbau der 1. Phase wurde mit einem Schreiben vom 25.05.1954 von der Hauptgeschäftsstelle des Deutschen-Motorsport-Verbandes in Frankfurt abgeschlossen, in der Generalsekretär Martin mitteilte: "Wir sind in der angenehmen Lage, Ihnen heute in der Anlage das von unserem Herrn Präsidenten Frucht unterschriebene Bestätigungsschreiben Ihres Clubs als DMV-Verein überreichen zu können." Damit hatte sich eine DMV-Insel im bis dahin nur vom ADAC betreuten Westfalen gebildet, die im Gegensatz zu diesem ausdrücklichen Wert auf den Motorsport legte. Der Motorsport, unbeeinträchtigt von anderen auch ablenkenden Interessen, ist die verbindende Aufgabe aller DMV-Clubs und DMV-Mitglieder bis heute geblieben. Der Motorsportclub Münster e.V. im DMV versteht sich seitdem als der engagierte Sachverwalter der Motorsportinteressierten in Münster und Umgebung. Unter dem Vorsitzenden Günther. Appelt, Fred Derendorf, Albert Hernkemever,  Walter Brambrink und Alfred Friedrichs war der MSC Münster geschichtlich bedingt ein reiner Motorradfahrer-Club. Im Club fuhr man BMW 600 S, Zündapp KS 600, Triumpf 500, NSU Max, Adler M 200, Maschinen mit einem bescheidenen Hubraum von 198 bis 600 ccm und noch nicht röhrende Geschosse von 1000 ccm mit fremdländischen Namen wie viele junge Motorradfahrer heutzutage. Man wagte sich damals aber in sportliche Wettbewerbe im Rahmen vorgegebener Regeln und hatte noch nicht wie viele Motorradfahrer heute ein Genüge darin, nur eben mal so z.B. nach Bremen zu donnern und zurück, ausgefüllt mit dem Anspruch auf schulterklopfende Bestätigung für eine so "bemerkenswerte sportliche Glanztat". Auch die Wettkampfpreise waren seinerzeit bescheidener, mancher wird sagen ehrlicher; so bekam der Sieger einer 94 km langen Zielfahrt 2 ltr. Motorenöl, der Zweitplatzierte eine Motorradbrille der Dritte ein Foto des Rennfahrers Eringer in Postkartengröße und der vierte gar 1 Pfd. Kirschen. Waren das Zeiten - Nachruf Nachruf für unser verstorbenes Gründungsmitglied Günther Appelt                                                                                                                                                            Wir trauern um unser Gründungsmitglied Herrn Günther Appelt aus Telgte. Er verstarb am 23. Januar 2011 im Alter von 82 Jahren. Als langjähriger Vorsitzender hat Günther den Verein geprägt und stand vielen auch danach noch mit Rat und Tat zur Seite. Er hat dem Verein bis zu seinem Tode die Treue gehalten. Wir wollen ihn in ehrendem Gedenken bewahren. Zur Erinnerung an die Gründungszeit, haben wir im Folgenden einen Auszug aus der Broschüre zum 25-jährigen Bestehen des MSC Münster e. V. DMV dargestellt.