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Automobilslalom Rallyecross
Auto-Cross Dauborn am 07. Mai 2017 und in Extertal am 28. Mai 2017 Vollkommen überraschend bekam David Tönnemann Anfang des Jahres die Möglichkeit, mal wieder einige Auto-Cross-Rennen zu fahren. Ein befreundetes Team hatte sich ein neues Rennfahrzeug angeschafft und so ergab sich für ihn die Chance, das ältere Fahrzeug zu fahren. Es handelt sich um ein speziell für den Auto-Cross-Sport gebauten Buggy der Fa. Zedek, eine kleine Rennsportmanufaktur aus Tschechien. Das Fahrzeug ist nach FIA-Reglement aufgebaut, verfügt über einen ca. 200PS starken, modifizierten Kawasaki ZX 12 Motor, ein eng abgestuftes, sequentielles 6-Gang-Getriebe und Allradantrieb mit 3 Differentialsperren, sowie über ein voll einstellbares Proflex-Fahrwerk. Gepaart mit nur ca. 500 KG Renngewicht sind damit schon ziemlich gute (Quer-) Beschleunigungswerte möglich. Am Samstagmorgen den 06. Mai ging es auf nach Hünfelden-Dauborn bei Limburg. Dort veranstaltete das ACT Dauborn auf dem legendären Daubornring sein Auto-Cross- Rennen. Tief zwischen Autobahn und ICE-Linie gelegen bietet die sehr schnelle, permanente Strecke für Fahrer und Zuschauer echte Motorsport-Arena-Atmosphäre. Bei trockenem Wetter extrem schnell, wird der Untergrund bei Regen schnell wie Schmierseife. Nie weit weg: die harten Leitplanken, Auslaufzonen gibt es dort keine. Am Samstag konnte David bei schönem Frühlingswetter im Training erste Erfahrungen mit dem Auto sammeln. Mehr als 4 Runden zum Eingewöhnen in das vollkommen neue Fahrzeugkonzept waren zeitbedingt leider nicht drin. Der Test verlief jedoch positiv, das Auto funktionierte gut und David konnte erste Erfahrungen mit einem Buggy sammeln. Das Fahrzeug wird bei Rennen des Deutschen-Rallye-Cross-Verbandes in der Klasse 8, Buggys bis 1600ccm eingesetzt. In dieser Klasse sind mehrere Konzepte siegfähig, von frisierten Automotoren über Single-Motorradmotoren (teilw. auf 1500ccm aufgebohrt und ebenfalls frisiert) über Doppel-Motorradmotoren (2x750ccm) bis hin zu 2-Takt Konzepten ist eigentlich alles vertreten, was enorme Beschleunigungswerte und gutes Fahrverhalten verspricht. Der Klassenprimus kommt damit auf ein Leistungsgewicht von ca. 2Kg/PS. Leider fing es in der Nacht an zu regnen und der Regen wurde im Laufe des Tages eher stärker. Im Sonntagstraining konnte David damit dann auch Erfahrungen auf nasser Lehmbahn sammeln. Das Fahren unter solchen Bedingungen ist tricky, insb. die Brems- Performance eingeschränkt und der passende Bremspunkt damit sehr schwierig einzuschätzen.  Da die Strecke extrem rutschig war, David bisher eher keine Erfahrung mit diesem Fahrzeug hatte, wurde - neben Taktikgedanken, falls der Renntag aufgrund des Wetters vorzeitig beendet würde - auf den ersten Lauf verzichtet. Zum zweiten Lauf waren die Bedingungen zwar nicht besser aber es traten einige Fahrzeuge nicht mehr an und die Veranstaltung würde ab nun auch bei einem vorzeiten Abbruch für die Meisterschaft gewertet. Entsprechend gingen wir an den Start. Der erste Start im Feld der Spezial-Crosser der Klasse 8 verlief gut, David konnte kurzfristig sogar einen Platz gut machen und die ersten Runden gestalteten sich sehr vielversprechend. Leider wirbeln diese Fahrzeuge bei nassem Untergrund extrem viel Schlamm auf. Trotz einer Brille mit Abrollvisier konnte David nach 4 von 7 Runden nichts mehr sehen, der Vorrat an Abrollvisier war aufgebraucht. Aus Sicherheitsgründen wurde daher das Fahrzeug in der vierten Runde am Streckenrand geparkt. Der dritte Lauf wurde dann vom Veranstalter aufgrund der ungünstigen Wetterbedingungen absagt. Damit lag nach dem Wochenende zwar kein zählbares Ergebnis vor, aber es konnten wertvolle Erfahrungen gesammelt werden. Ein Blick auf die Transponderdaten verriet auch, dass die Zeiten durchaus konkurrenzfähig waren. Am 28. Mai stand dann die Veranstaltung des MSC Extertal an. Auch der Extertalring ist eine permanente Cross-Strecke und bei den meisten Fahrer/innen wegen des flüssigen Layouts und dem recht harten Lehm-Schotter-Gemisch beliebt. An diesem Sonntag waren Meisterschaftsläufe für die Meisterschaften des Deutschen-Rallye-Cross- Verbandes (DRVC) und des Nordwestdeutschen-Autocrossverbandes (NWDAV) ausgeschrieben. Für ein volles Teilnehmerfeld in Höhe von über 160 Fahrzeugen über alle Klassen war damit gesorgt. Die Klasse 8, Buggys bis 1600ccm, war mit 5 Startern hingegen eher dünn besetzt. Den ersten Lauf begann David aus der letzten Startreihe; er konnte sich im Feld gut etablieren und kam nach 6 Runden als Dritter ins Ziel.  Der zweite Lauf begann unter nassen Bedingungen und das „Dauborner-Problem“ zeigte sich auch hier. Bereits in der ersten Runde war das Visier dermaßen verdreckt, dass David das Rennen abbrechen musste. Schade, keine Punkte – aber andere fahren ja auch unter diesen Bedingungen – es wird also eine Lösung geben. Nur für David ist dieses Problem erst mal neu, weil in Tourenwagen unter solchen Bedingungen dieses Problem dermaßen krass nie auftrat. Der dritte Wertungslauf fand wieder bei besten Bedingungen statt. David konnte nach dem Start die Führung übernehmen und sechs Runden lang bis ins Ziel verteidigen – Laufsieg, beste Rundenzeit in der Klasse und zweitbeste Rundenzeit des gesamten Renntages über alle Klassen. Ein erster und ein dritter Platz sowie ein Ausfall bedeuteten in der Endabrechnung Platz 3 in der Klasse – ein Podestplatz und die ersten sechs Meisterschaftspunkte in der Klasse 8.
Weitere Infos
Schotterslalom > www.schotterslalom.de
Auto-Cross-Meisterschaftsläufe im Sauerland An drei Wochenenden  im Juni und Juli standen die diesjährigen DRCV- Meisterschaftsläufe im Sauerland auf dem Programm. Wir hoffen, dass wir mit diesen kurzen Berichten den Vereinsmitgliedern einen Eindruck von den Höhen und Tiefen dieser spektakulären Motorsportart geben können. Jetzt geht es in die Sommerpause. Es folgen Rennen in der Nähe von Münster: 19./20. August das Rennen des MSC Herbern bei Ascheberg, 26./27. August das Rennen des AC Vellern bei Beckum, 2./3. September der MSC Löhne und 9./10. September der ATC Osnabrück mit seinem Rennen bei Lengerich. Gleidorf, 18. Juni 2017 Der HUWI-Cross-Team Gleidorf richtet traditionell am Wochenende nach Fronleichnam sein jährliches Auto-Cross-Rennen aus. Die Veranstaltung ist bei den Fahrerinnen und Fahrern sehr beliebt; die Klassen sind immer gut gefüllt. Bei trockenem Wetter ist es eine schöne Bahn mit schneller Bergab-Passage und einem leistungszehrendem Anstieg. In der Klasse 8 bekam es David Tönnemann mit neun weiteren Teilnehmern, darunter schnelle und bekannte Fahrer aus den Niederlanden und Norddeutschland zu tun. David hatte im Vorfeld in einen Satz neuer Reifen investiert. Allerdings hatte er sich nicht für die üblichen speziellen Cross-Reifen, sondern für nachgeschnittene Winterreifen entschieden. Diese Reifen sieht man heute bei Cross-Buggys nur noch selten; sie haben aber den Vorteil, dass sie recht leicht sind. Da Gewicht und Leistungsgewicht immer ein Thema sind, eventuell eine sinnvolle Wahl. Immerhin hatte am Jahresanfang in der stark umkämpften niederländischen Meisterschaft ein Fahrer damit einen Klassensieg unter mehr als 40 Teilnehmern einfahren können. Im Fahrerlager war man eher skeptisch – aber Versuch macht klug. David konnte in seinen drei Klassenläufen einmal den achten und zweimal einen sechsten Platz herausfahren. Das Tageshighlight war der dritte Klassenlauf. Aus der ersten Startreihe gestartet konnte David über vier von fünf Runden das Feld anführen. Leider flog David in der letzten Kurve der vierten Runde beim Anstellen des Fahrzeugs der Gang raus. Nachdem er einen Dreher noch so eben verhindern konnte musste er auf losem Untergrund wieder im ersten Gang anfahren, derweil das ganze Feld natürlich an ihm vorbeizog. Dennoch ein ermutigendes Ergebnis in diesem starken Feld. In der Tageswertung belegt David damit den 7. Platz. Eppe, 09. Juli 2017 Im hessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg veranstaltet die RSG Aartal-Eppe auf dem Aarbergring, einer kleinen, permanenten Autocross-Strecke ihre Rennen. 2017 stand mal wieder ein DRCV-Meisterschaftslauf auf dem Programm. Der anspruchsvolle Dreieckskurs ist schön an einem Berghang gelegen und bietet eine gelungene Mischung schneller Geraden, einem Steilstück und einer schönen Kurvenkombination an der höchsten Stelle. Leider fanden gleichzeitig Veranstaltungen zur niederländischen Meisterschaft, zur Deutschen Meisterschaft und zur Norddeutschen  Meisterschaft statt, so dass eher wenige Fahrzeuge den Weg nach Korbach-Eppe gefunden hatten. In den Klassen 8 und 9 hatten jeweils nur drei Fahrer genannt. Die Klassen wurden daher zusammengelegt, so dass David mit seinem Fahrzeug gegen die großen Allrad- Buggys mit über 300 PS antreten musste. Der erste Lauf begann gleich mit Schwierigkeiten. Über Nacht hatte sich ein Problem in der elektrischen Anlage eingeschlichen und das Fahrzeug wollte nicht anspringen. Nachdem es angeschleppt werden konnte, ging der Motor leider in der Startaufstellung immer wieder aus. David musste daher auf eine Teilnahme verzichten und den Buggy mit dem Trecker aus der Startaufstellung ziehen lassen. Im Fahrerlager konnte das Problem behoben werden und so konnte man circa eine Stunde später zum zweiten Wertungslauf antreten. David hatte sich vorgenommen, defensiv zu fahren, um auf jeden Fall ins Ziel zu kommen und wichtige Meisterschaftspunkte zu erhalten. Bei nur drei Teilnehmern in seiner Klasse wäre allein durch die Zielankunft der dritte Platz in der Klasse sichergestellt. Gegen Mitte des Rennens kam es leider zu einer Kollision mit einem anderen Teilnehmer; an einer unübersichtlichen Stelle hatte sich ein Teilnehmer gedreht, David konnte nicht mehr ausweichen und die Fahrzeuge kollidierten. Glücklicherweise konnte er dennoch den Lauf mit einigen Beschädigungen am Fahrzeug beenden; das Minimalziel war damit erreicht. Jetzt galt es, in der Pause Reifen, Felge und Querlenker zu ersetzen.     Zum dritten Lauf traten nur noch drei Fahrzeuge an. Die beiden anderen Teilnehmer hatten aus den ersten beiden Läufen genug Punkte eingefahren, um für David uneinholbar zu sein. So konnte er einfach sechs schnelle Runden auf dem Aarbergring genießen. Da auch viele andere Teilnehmer technische Schwierigkeiten hatten, konnte David - durchaus überraschend - in der Endabrechnung den dritten Platz in der Wertung der zusammengelegten Klassen 8 und 9 und dabei den zweiten Platz in der Meisterschaftswertung der Klasse 8 belegen. Das Durchhalten und Schrauben hatte sich gelohnt. Sachsenberg, 16. Juli 2017 Am 16.Juli stand der diesjährige Meisterschaftslauf auf dem roten Schotter des MC Sachsenberg - wiederum in Hessen, ca. 20 Km südöstlich von Winterberg - auf dem Programm. Die permanente Strecke in einem alten Steinbruch bietet eine spektakuläre Stadion-Atmosphäre. David verbindet mit dieser Veranstaltung durchaus gute Erinnerungen. Hier hat er sein erstes Auto-Cross-Rennen gefahren und seinen ersten Klassensieg eingefahren. In der Klasse 8 hatten sieben Teilnehmer, darunter auch EM-Starter genannt.  Im ersten Lauf durfte David aus der ersten Reihe starten und konnte sich eine Zeit lang auf Platz 2 etablieren. Leider bekam er gegen Mitte des Laufes einen schleichenden Plattfuß. Dennoch konnte er - mit einem spektakulären Dreher über die Ziellinie - auf dem dritten Rang das Ziel erreichen. Der Sonntag begann vielversprechend. Im zweiten Durchgang stand David in der dritten und letzten Startreihe. Sechs Fahrzeuge nahmen das Rennen auf und für David galt es, in diesem starken Feld vorrangig das bisher Erreichte zu sichern und möglichst unfallfrei das Ziel zu erreichen. Der Lauf wurde auf dem vierten Platz beendet. Dritter Lauf - zweite Startreihe - wieder sechs Teilnehmer am Start. David gelang ein guter Start und am Ende der Startgeraden lag er auf dem dritten Platz. In der folgenden engen Kehre versuchte ein Teilnehmer, David auszubremsen. Die Aktion gelang nur teilweise, die Fahrzeuge kollidierten leicht, der Mitkonkurrent bekam Probleme mit seinem ausbrechenden Fahrzeug und David versuchte zu kontern. Als beide Fahrzeuge auf gleicher Höhe waren, kollidierte das andere - wild beschleunigende - Fahrzeug leider wiederrum mit David; dabei wurde Davids Buggy in den Begrenzungswall gedrückt. Glücklicherweise bleib das Fahrzeug auf den Rädern und war auch noch einsatzbereit. David konnte das Rennen vom letzten Platz noch einmal aufnehmen. In den verbleibenden Runden konnte er noch ein Überholmanöver erfolgreich abschließen und auf dem fünften Platz ins Ziel einlaufen. In der Endabrechnung bedeuteten ein dritter, ein vierter und ein fünfter Platz den mathematisch naheliegenden vierten Platz in der Klassenwertung - punktgleich mit dem Drittplatzierten.
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